Kaffee erobert die Welt
Die Araber hüteten das Geheimnis rund um Anbau und Kaffeesorten wie einen Augapfel. Es dauerte daher bis Ende des 16. Jahrhunderts, bis es den Niederländern und Spaniern endlich gelang, die Anbaumethoden der Araber nachzuahmen und die begehrten Kaffeepflanzen in Händen zu halten. Jetzt hatten die Europäer die Möglichkeit, in ihren Kolonien auf eigenen Plantagen den Kaffee weitläufig anzupflanzen. Damit stand ihnen Kaffee in großen Mengen zur Verfügung.
Einsatz von Sklaven
Doch natürlich stellten sich die Kolonialherren nicht selbst auf ihre Ländereien, um die Arbeit zu erledigen. Sie holten vielmehr Sklaven auf ihre Plantagen, die dort unter äußerst schlechten Bedingungen arbeiteten und lebten. Der Einsatz von billigen Arbeitskräften und der Anbau eines Luxusgetränkes wurden für die europäischen Länder zu einem lohnenden Geschäft. Der Gewinn steigerte sich nochmals, als auch die Nordamerikaner Geschmack am Kaffee fanden.
Ausdehnung nach Südamerika
Die Holländer breiteten die Kaffeeanbaugebiete bis nach Südamerika aus, die anderen Kolonialmächte wie Spanien und Portugal folgten sogleich. In Windeseile etablierte sich Brasilien als bedeutendstes Anbauland in Südamerika, heute ist es sogar die Nummer 1 aller Kaffeeanbaunationen. Auch die Engländer trugen zur Verbreitung des Kaffees bei und bauten ihn auf Jamaica an. Gemeinsam mit der Verbreitung des christlichen Glaubens fand der Kaffee seinen Weg durch spanische Jesuiten bis zu den Philippinen und nach Mexiko.

