Kaffee macht Geschichte
Um den Kaffee ranken sich viele Legenden. Eine davon lautet: Ein Hirte aus der Region Kaffa, die im früheren Abessinien und heutigen Äthiopien liegt, beobachtete seine Ziegenherde. Ein Teil der Herde fraß rote Früchte, während der andere Teil daran keinen Gefallen fand. In der Nacht waren diese Ziegen, die die roten kirschähnlichen Früchte gegessen hatten, ungewöhnlich unruhig. Sie hüpften herum und wollten scheinbar nicht schlafen. Der Hirte stellte einen Zusammenhang her: Es musste an den roten Früchten liegen, deren Genuss seine Ziegen so munter machte.
Der Muntermacher
Am nächsten Morgen kochte er die roten Früchte in Wasser und trank selbst den zubereiteten Sud. Und siehe da: Auch er wurde ungewöhnlich wach und konnte in der Nacht kaum schlafen. Die belebende Wirkung des Kaffees war somit kein Geheimnis mehr! Und aus dem Namen der Provinz Kaffa leitete sich später das Wort Kaffee ab.
Türken, die großen Genießer
Schnell fand man heraus, dass der Kaffeeaufguss besser schmeckte, wenn man die Bohnen vorher über dem Feuer röstete. So wurde aus dem belebenden Heilmittel ein genussvolles Getränk.
Das sprach sich herum: Von dem Ursprungsland Äthiopien fand der Kaffee im 14. Jahrhundert seinen Weg nach Arabien, wo die vielen Reisenden den köstlichen Trank später im ganzen arabischen Raum verbreiteten. Vor allem die Türken waren große Kaffeeliebhaber, weshalb der Kaffee noch lange Zeit unter dem Namen „Türkentrank“ die Runde machte.


