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Kaffee-Anbau und Ernte

Ernte von Kaffeekirschen in El Salvador

Arabica-Kaffee wird hauptsächlich in den höheren Lagen zwischen 600 und 1200 Metern angebaut. Diese Hochlage garantiert ein besonderes Aroma und beste Qualität. In den etwas tieferen Lagen und im Flachland zwischen 300 und 600 Metern fühlen sich dagegen die Robusta-Pflanzen wohler. Sie können besser mit Hitze und hohen Niederschlägen umgehen.

Wachsen und gedeihen

Im höher gelegenen Flachland und auf den Hochebenen finden Kaffeepflanzen beste Bedingungen zum Wachsen und Reifen. Damit die Ernte möglichst üppig und qualitativ hochwertig ausfällt, brauchen die Kaffeepflanzen ein ausgeglichenes Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad.

Dieser Bereich sollte möglich konstant sein, denn starke Schwankungen und Temperaturen über 30 Grad sowie unter 13 Grad schaden der Kaffeepflanze. Bei Minusgraden beispielsweise würde sie sofort eingehen. Auch zu starker Wind oder zu viel Sonne können Arabica und Robusta schlecht vertragen.

In den besten Jahren

Es dauert circa vier Jahre, bis die Kaffeepflanze die ersten Erträge bringt. Ihre beste Zeit hat sie mit sechs bis acht Jahren,  dann fallen die Ernteerträge am höchsten aus. Ins „Rentenalter“ kommt die Kaffeepflanze dann, wenn sie über 20 Jahre alt ist. Die Anzahl der geernteten Kaffeebohnen fällt dann deutlich geringer aus. Im Durchschnitt kann man sagen, dass eine Kaffeepflanze zwischen einem halben und einem ganzen Kilo Rohkaffee pro Ernte liefert.

In der langen Zeit des Kaffeeanbaus haben sich folgende, besonders effektive Pflück-Methoden herauskristallisiert:

Hand-Einzel-Pflückung (Picking-Methode)

Sie liefert die höchste Qualität, denn nur die wirklich reifen Kaffeekirschen werden ausgewählt und jede einzelne Kirsche von Hand gepflückt. Verständlicherweise ist diese Methode auch äußerst kostspielig, denn sie erfordert viel Zeit und Aufmerksamkeit. Der Ertrag: Der Pflücker oder die Pflückerin müssen für ein Pfund Kaffeebohnen rund 2,5 Kilogramm Kirschen pflücken. Denn die Kaffeebohnen verstecken sich in den Kirschen und müssen erst aus diesen herausgelöst werden. Diese Methode der Hand-Einzel-Pflückung wird hauptsächlich für den kostbaren Arabica-Kaffee eingesetzt.


Strip-Pflückung

Auch diese Methode erfolgt mit der Hand, nur dass die Kaffeebohnen nicht einzeln gepflückt, sondern zu mehreren vom Kaffeestrauch abgezogen werden. Der Vorteil der Strip-Pflückung liegt in den niedrigeren Lohnkosten, es gibt aber auch einen Nachteil: Weil alle Bohnen - ungeachtet des Reifegrades der Kirsche - geerntet werden, fällt die Qualität dieser Pflückung niedriger aus. Die Strip-Pflückung wird hauptsächlich bei Robusta-Kaffeepflanzen angewandt sowie bei Arabcia-Pflanzen aus Provenienzen in Äthiopien und Brasilien.

Pflückmaschinen

Brasilien, der weltweit größte Kaffeeproduzent, verfügt über gigantische Kaffeeplantagen, auf denen eine Handpflückung nicht mehr möglich ist. Es kommen daher Pflückmaschinen zum Einsatz, die automatisch die Äste der Kaffeesträucher leeren und die Kaffeekirschen in großen Behältern sammeln. Später werden die Kirschen noch gereinigt und selektiert. Damit ist die maschinelle Strip-Pflückung das genaue Gegenteil zur sorgfältigen Hand-Einzel-Pflückung.

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